Pokalfinale 1983 — 1. FC Köln – Fortuna Köln

Bild vom Pokalfinale 1983 1. FC Köln gegen Fortuna Köln

Dieser Tag hat sich in das kollektive Gedächtnis der Kölner eingebrannt wie kaum ein anderer: Der Tag des Pokalfinales 1983. Es war das Traumfinale für jeden Kölner zwischen dem 1. FC Köln und dem S.C. Fortuna Köln – es war und ist das einzige Mal, dass zwei Klubs aus einer Stradt das Endspiel im DFB-Pokal bestritten. Die Fans im ausverkauften Müngesdorfer Stadion feierten ein großes Fussballfest.

Bild der Aufstellung des 1. FC Köln beim Pokalfinale 1983
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Bereits im Halbfinale hatten die beiden Kölner Vereine für wahre Sternstunden in diesem traditionsreichen Wettbewerb gesorgt: Der Zweitligist Fortuna Köln schaffte ein sensationelles 5:0 über Borussia Dortmund, bereite sich den schönsten Tag seit dem Bundesliga-Aufstieg 1973 und bekanm – wie schon beim 2:1 gegen Borussia Mönchengladbach im Viertelfinale-Wiederholungsspiel – stehende Ovationen für das kämpferisch eindrucksvolle, aggressive Spiel. Zuvor war in Mönchengladbach ein 2:2 nach Verlängerung erzwungen und bei Eintracht Braunschweig im Achtelfinale ein 2:1-Sieg erzielt worden. Drei Bundesligisten warf Fortuna im Klasse-Manier raus – so war die Mannschaft aus dem Kölner Süden auch im Endspiel 1983 keineswegs der Außenseiter. Zumal sie einen Torjäger wie Dieter Schatzschneider aufbieten konnten, der gegen Dortmund und Mönchengladbach je zweimalund gegen Braunschweig einmal ins Schwarze traf.

 

Der 1. FC Köln, damals bereits dreimal DFB-Pokal-Gewinner wurde nach dem 3:2 nach Verlängerung im Halbfinale gegen den VFB Stuttgart nicht minder enthusiastisch geferiert. War dieser Sieg doch nach hochklassigem Schlagabtausch, der eine Werbung für den Offensivfussball war, gelungen. Zuvor hatte der 1. FC Köln mit einem 5:0 gegen Schalke04, 5:1 über die Stuttgarter Kickers, 3:1 über Bayer Leverskusen und 3:1 über Bayer Uerdingen überzeugt.

Das Ergebnis war bei diesem Kölner Fußballfest fast schon Nebensache: Die Fortuna erspielte sich insbesondere in der ersten Hälfte einige Chancen, konnte jedoch keine davon verwerten. Die FC-Fans bedachten ihre Spieler daraufhin zunehmend mit Pfiffen. Erst in der 68. Minute gelang Pierre Littbarski der für den Favoriten erlösenden – wenn auch unverdienten – Siegtreffer zum 1:0.

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