Halve Hahn

Bild vom Halve Hahn

Halve Hahn (Halber Hahn): Beileibe kein Geflügel. Es handelt sich um ein knusprig gebackenes Röggelchen (Roggenbrötchen) mit einer dicken Scheibe alten Holländer Käse (Gouda). Natürlich gehört eine ordentliche Portion scharfen Senfs dazu und ab und an auch Kompott.

Woher kommt der Name „Halve Hahn“?

Bild von Jean Simons
Jean Simmons bekommt einen Halven Hahn serviert

Eine Theorie besagt, dass ein Kölner Wirt einem auswärtigen Gast ein ganzes Roggenbrötchen mit Käse serviert hatte. Der Gast hatte aber nur ein halbes Brötchen bestellt und meckerte: „Ääver isch wollt doch nur ens ne halve han“ („Aber ich wollte doch nur ein Halbes haben“). Mit der Teilung des Roggenbrötchens gab es dann ein neues Gericht in der Kölner Küche, eben den halven Hahn.

Sehr plausibel, aber weniger erzählenswert ist auch die Theorie das zur Kriegszeit Käse billig, aber Brot teuer war, weswegen gefragt wurde: „Kann ich och ne Halve han?“ womit das Brötchen gemeint war.

Eine andere Theorie besagt, dass es sich beim halven Hahn um das deftige Pausenbrot des Köbes handelte, das eingenommen wurde, wenn der Inhalt des Bierfasses nur noch bis zum Hahn ging.

Nach einer weiteren Theorie wurde für eine Hochzeit in einem Wirtshaus ein Hochzeitsessen bestellt. Es sollte halbe Hähnchen für alle geben. Leider hatte der Bestellende sich aber finanziell übernommen, die Gäste waren jedoch schon eingeladen. Es hieß dann nur noch: „ja was machen wir denn nun, ich habe nicht mehr soviel Geld“, worauf der Wirt vorrechnete, dass der Betrag gerade mal für Käsebrötchen reichte. So gab es anstatt der halben Hähnchen Käsebrötchen, was sich schnell herumsprach. Ein Begriff war geboren.

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